Was eine Beiladung ist
Ein Umzugsfahrzeug ist selten randvoll. Wenn ein Kunde eine Zimmerwohnung durch die Stadt oder über Land fahren lässt, bleibt hinten Platz. Genau dieser Platz wird bei einer Beiladung an jemand anderen vergeben, dessen Sachen in dieselbe Richtung sollen.
Für Sie heißt das: Ihre zwanzig Kartons, das Bett und der Schrank stehen nicht allein auf der Ladefläche, sondern zwischen der Ladung von jemand anderem, sauber getrennt und beschriftet. Gefahren, getragen und abgesichert wird deswegen nicht anders.
Für kleine Mengen ist das die passendste Form, weil eine eigene Fahrt für sechs Kubikmeter ein Fahrzeug einen halben Tag bindet, das dabei zur Hälfte leer bleibt.
Warum das günstiger ist
Die teuersten Bestandteile eines Umzugs sind das Fahrzeug für den Tag und die Fahrzeit. Beides fällt bei einer Beiladung nur anteilig auf Sie, weil es sich auf zwei Aufträge verteilt. Auch die Leerfahrt zurück steckt nicht mehr komplett in Ihrer Rechnung.
Wie stark der Unterschied ausfällt, hängt davon ab, wie viel Platz Sie belegen und wie gut die Strecke passt. Deshalb bekommen Sie hier keinen Tabellenpreis, sondern einen Festpreis auf Ihre Stückliste. Zum Vergleich haben Sie immer die eigene Fahrt: ein möbliert gemietetes WG-Zimmer innerhalb Berlins ab 199 €, eine komplette Zimmerwohnung ab 289 €.
Dieselbe Logik gilt übrigens in größer. Ein zweiter LKW, der auf derselben Tour mitfährt, kostet 24 € je Stunde statt eines vollen Fahrzeugsatzes. Geteilte Wege sind schlicht billiger.
Der Preis dafür heißt Zeitfenster
Das ist der Punkt, an dem wir nicht drumherum reden: Bei einer Beiladung bekommen Sie keinen festen Umzugstag. Sie bekommen ein Fenster, meist mehrere Tage breit, weil die Tour nach dem Hauptauftrag geplant wird und nicht nach Ihrem Kalender.
In der Praxis läuft es so ab: Wir nennen Ihnen ein Fenster für die Abholung und eines für die Zustellung. Vor der Anfahrt rufen wir an, in aller Regel am Vortag. Sie oder eine Person Ihres Vertrauens müssen dann an beiden Adressen sein.
Wer sich darauf einlässt, spart. Wer am Stichtag die Schlüssel abgeben muss und keinen Puffer hat, ist mit der eigenen Fahrt besser bedient, auch wenn sie mehr kostet. Diese Entscheidung sollten Sie bewusst treffen und nicht am Umzugstag entdecken.
Wann eine Beiladung nicht passt
Nicht jeder kleine Umzug eignet sich dafür. In diesen Fällen raten wir zur eigenen Fahrt, auch wenn die eigene Fahrt in der Vorbereitung mehr Absprache kostet.
- Der Termin ist fest, etwa wegen Schlüsselübergabe oder Wohnungsabnahme
- Sie können an den möglichen Tagen nicht vor Ort sein und haben niemanden dafür
- Sehr empfindliche oder sehr wertvolle Einzelstücke sollen mit
- Die Menge geht deutlich über eine kleine Wohnung hinaus, dann ist die eigene Fahrt ohnehin günstiger gerechnet
- Zwischen Auszug und Einzug liegt kein Puffertag. Dann ist eine Lagerbox ab 9 € am Tag die ruhigere Lösung
- Sie brauchen Ab- und Aufbau am selben Tag, denn Montagehilfe ab 28 € je Stunde will fest eingeplant sein
So bereiten Sie eine Beiladung vor
Bei einer geteilten Ladefläche ist Ordnung wichtiger als beim eigenen Fahrzeug, weil zwei Haushalte auseinandergehalten werden müssen. Das ist wenig Arbeit, wenn Sie es beim Packen gleich mitmachen.
- Alles Kleinteilige in Kartons, keine offenen Tüten, keine losen Einzelteile
- Jeden Karton verschließen und mit Ihrem Nachnamen und dem Zielraum beschriften
- Eine Stückliste schreiben, also Anzahl Kartons plus jedes große Möbelstück einzeln
- Große Möbel vorher zerlegen, Schrauben in eine beschriftete Tüte an das Möbelstück kleben
- Alles an einer Stelle sammeln, möglichst nah am Ausgang
- Telefonisch erreichbar bleiben, damit der Anruf vor der Anfahrt Sie auch antrifft