Für wen dieser Mittelweg gemacht ist
Es gibt eine große Gruppe zwischen Selbermachen und Komplettumzug: Leute, die genug Freunde für das Tragen haben, aber niemanden, der sich einen Transporter durch Berlin zutraut. Der Führerschein reicht zwar meistens für 3,5 Tonnen, doch ein voll beladener Kastenwagen fährt sich anders als ein Kleinwagen, und rückwärts in eine enge Hofeinfahrt zu setzen ist nichts, was man am Umzugstag zum ersten Mal probieren will.
Dazu kommen die jüngeren Führerscheine mit ihren Beschränkungen und alle, die überhaupt keinen haben. In Berlin ist das keine Randgruppe. Wer in der Stadt aufgewachsen ist und sich seit Jahren auf Bahn und Rad verlässt, hat oft seit der Fahrschule nicht mehr am Steuer gesessen.
Für genau diese Fälle buchen Sie das Fahrzeug mit Fahrer. Sie behalten die Kontrolle über das, was Ihnen leichtfällt, nämlich Kisten schleppen und die eigenen Sachen einräumen, und geben ab, was Ärger macht.
Die ehrliche Rechnung gegen den Mietwagen
Ein Mietfahrzeug wirkt auf den ersten Blick billiger, weil im Angebot nur der Tagespreis steht. Die vollständige Rechnung sieht anders aus, und wir schreiben sie hier auf, weil bei kleinen Umzügen wirklich beide Wege in Frage kommen.
Zum Tagespreis addieren sich in der Regel die Kilometer über dem Freikontingent, das Volltanken bei Rückgabe, eine Kaution auf der Kreditkarte und die Selbstbeteiligung, falls beim Rangieren etwas passiert. Dazu kommt Zeit: Abholung an der Station, Zustandsprotokoll, Rückgabe, oft am anderen Ende der Stadt und häufig zu Öffnungszeiten, die nicht zum Umzugstag passen.
Bei uns entfällt das alles. Sie zahlen die Stunden, in denen das Fahrzeug bei Ihnen im Einsatz ist. Bei einem kleinen Umzug mit drei bis vier Stunden liegen beide Wege dicht beieinander, und dann entscheidet die Frage, wer fahren soll. Wird es ein längerer Tag mit vielen Fahrten, ist der Mietwagen günstiger, wenn Sie einen sicheren Fahrer haben. Das ist die ehrliche Antwort.
- Beim Mietwagen mitrechnen: Kilometer, Sprit, Kaution, Selbstbeteiligung, Abhol- und Rückgabezeit
- Bei uns: nur die Stunden, ab der zweiten, ohne Nebenkosten
- Ab etwa sechs Einsatzstunden am Stück wird der Mietwagen rechnerisch günstiger
- Unter vier Stunden ist der Wagen mit Fahrer meist die bessere Wahl
Zwölf oder einundzwanzig Kubikmeter
Zwölf Kubikmeter sind der klassische Kastenwagen. Hinein passt eine Einzimmerwohnung mit Bett, Schrank, Sofa, Schreibtisch und rund fünfundzwanzig Kartons, wenn sinnvoll gestapelt wird. Er ist knapp zwei Meter breit und kommt in die meisten Berliner Hinterhöfe, was bei Altbauten mit engen Durchfahrten den Ausschlag gibt.
Einundzwanzig Kubikmeter sind der kleine LKW. Er hat eine Ladebordwand, was jede schwere Maschine und jeden Kühlschrank angenehmer macht, weil nichts über eine Rampe geschoben werden muss. Dafür braucht er mehr Platz vor der Tür und passt nicht in jede Einfahrt und in keine Tiefgarage.
Wenn die Menge zwischen beiden liegt, nehmen Sie das größere Fahrzeug. Eine zweite Fuhre kostet mehr als der Aufpreis, weil die Fahrt doppelt anfällt und in Berlin selten schnell geht.
Was der Fahrer tut und was Ihre Aufgabe bleibt
Der Fahrer bringt das Fahrzeug, sucht den Stellplatz, hilft beim Beladen und sichert die Ladung mit Gurten und Decken. Das Sichern ist der Teil, den Laien unterschätzen: Ein Schrank, der auf der ersten Bodenwelle umkippt, weil nur Kisten dagegengestellt wurden, ist der häufigste Schaden beim Selbermachen.
Ihre Aufgabe bleibt das Tragen aus der Wohnung zum Wagen und vom Wagen in die neue Wohnung. Sie brauchen dafür genug Leute, die auch wirklich kommen. Planen Sie mindestens zwei Personen zusätzlich zum Fahrer ein, bei einer hohen Etage ohne Aufzug lieber drei.
Wenn sich am Umzugstag herausstellt, dass die Hilfe abgesagt hat, lässt sich meistens noch eine zweite Kraft dazubuchen. Rufen Sie in dem Fall früh an, nicht erst mittags, weil die Kräfte dann bereits verplant sind.