Wie viele Kartons Sie wirklich brauchen
Fast alle schätzen zu niedrig. Ein Standardkarton fasst weniger, als er aussieht, sobald schwere Dinge hineinkommen, denn ab etwa zwanzig Kilogramm trägt ihn niemand mehr gern eine Treppe hoch. Bücher füllen einen Karton, bevor er halb voll ist.
Für ein WG-Zimmer rechnen Sie mit zwölf bis achtzehn Kisten, für eine Einzimmerwohnung mit zwanzig bis dreißig, für zwei Zimmer mit dreißig bis fünfzig. Wer viel kocht, viel liest oder viele Werkzeuge hat, liegt am oberen Rand. Wer erst seit einem Jahr in der Wohnung wohnt, eher am unteren.
Bestellen Sie lieber fünf Kartons mehr als zu wenige. Nichts kostet am Packabend mehr Nerven als der Weg zum Baumarkt um zwanzig Uhr. Bei Leihware zahlen Sie die zu viel bestellten Stücke ohnehin nur für die eine Woche.
- WG-Zimmer: zwölf bis achtzehn Kartons
- Einzimmerwohnung: zwanzig bis dreißig Kartons
- Zwei Zimmer: dreißig bis fünfzig Kartons
- Je Kleiderschrankfach eine Kleiderbox, damit nichts gefaltet werden muss
- Fünf Stück Reserve einplanen, besonders für Küche und Bad
Leihen oder kaufen: die Rechnung im Detail
Gekaufte Kartons kosten 1,80 € pro Stück, geliehene 0,90 € pro Stück und Woche. Bei einer Woche Packzeit zahlen Sie für dieselbe Menge also die Hälfte des Kaufpreises, bei zwei Wochen genau so viel wie beim Kauf. Erst ab der dritten Woche liegt Kaufen vorn, und genau da verläuft die Grenze.
Der eigentliche Unterschied kommt aber danach. Fünfundzwanzig gekaufte Kartons brauchen nach dem Umzug Platz. Sie stehen im Flur, im Keller oder auf dem Balkon, bis irgendwann jemand sie in die Papiertonne faltet, was mehrere Wochen Tonnenvolumen frisst. Weiterverkaufen kostet Zeit für Abholtermine mit Fremden, und mit dem Erlös eines gebrauchten Kartons ist keine Miete bezahlt.
Kaufen ist sinnvoll, wenn die Packzeit lang ist, etwa bei einem Umzug, den Sie über zwei Monate nebenbei vorbereiten, oder wenn ohnehin Kartons für den Keller gebraucht werden. In beiden Fällen sagen wir das auch, statt Leihware zu verkaufen, die dann acht Wochen läuft.
Was außer Kartons noch gebraucht wird
Die Kleiderbox ist die sinnvollste Ergänzung für alle, die Hemden, Kleider oder Mäntel haben. Sie kostet 3,50 € pro Stück und Woche und hat eine Stange, an der die Bügel hängen bleiben. Was dort hineinkommt, muss hinterher nicht gebügelt werden, und das spart am Ende einen halben Abend.
Packpapier 14 € je Zehnkilopaket ist für Geschirr besser geeignet als Zeitungspapier, weil die Druckerschwärze nicht abfärbt. Luftpolsterfolie 19 € nehmen Sie für Bildschirme, Spiegel und Bilderrahmen. Möbeldecken 2,50 € pro Stück und Woche schützen Tischplatten und lackierte Flächen; wenn wir fahren, bringen die Kräfte eigene Decken mit, für den Mietwagen müssen Sie selbst welche haben.
Nicht vergessen: Klebeband mit einem Abroller, dicke Stifte zum Beschriften und ein paar Müllsäcke. Das Klebeband geht bei fast jedem Umzug als Erstes aus.
Richtig packen, damit nichts kaputtgeht
Die häufigsten Schäden entstehen nicht beim Fahren, sondern durch schlecht gefüllte Kisten. Ein halb voller Karton gibt nach, wenn ein zweiter darauf steht, und dann bricht das, was innen liegt. Füllen Sie Hohlräume mit Handtüchern oder Papier auf, statt Luft zu lassen.
Schwer nach unten, leicht nach oben, und zwar sowohl im Karton als auch im Stapel. Teller stellen Sie hochkant nebeneinander, nicht flach aufeinander, dann brechen sie deutlich seltener. Gläser kommen einzeln in Papier gewickelt und stehend in die Kiste.
Beschriften Sie oben und an einer Seitenfläche mit dem Zielraum, nicht mit dem Inhalt. Am Umzugstag interessiert niemanden, was drin ist, sondern wohin die Kiste soll. Zwei Kisten markieren Sie besonders: eine mit dem Nötigsten für die erste Nacht und eine mit Werkzeug, Klebeband und Kabeln.
- Höchstens zwanzig Kilogramm je Karton, sonst trägt ihn niemand
- Bücher in kleine Kisten, Kissen und Decken in die großen
- Hohlräume auffüllen, damit nichts rutscht
- Teller hochkant, Gläser stehend und einzeln gewickelt
- Zielraum groß auf Deckel und Seite schreiben
Lieferung und Rückgabe
Die Kartons kommen zu Ihnen, Sie müssen sie nicht abholen. Sinnvoll ist eine Lieferung etwa eine Woche vor dem Umzug: früh genug, um in Ruhe zu packen, spät genug, dass die leeren Kisten nicht ewig im Weg stehen.
Nach dem Umzug holen wir die Leihware wieder ab. Bis dahin haben Sie ein paar Tage Zeit zum Auspacken, das legen wir bei der Bestellung gemeinsam fest. Bestellungen und Rückfragen nimmt das Büro Mo bis Fr 09:00 bis 18:00 Uhr entgegen, über das Formular geht es jederzeit.
Leihkartons sind gebrauchte, geprüfte Kisten, keine fabrikneuen. Sie halten einen Umzug sicher aus. Was reißt, ist kein Drama; melden Sie es einfach bei der Abholung.