Schritt eins: das Volumen schätzen
Umzugsvolumen wird in Kubikmetern gerechnet. Die grobe Regel lautet: pro Zimmer rund 15 Kubikmeter, wenn es normal möbliert ist. Ein WG-Zimmer mit Bett, Schreibtisch und zwei Regalen liegt eher bei 6 bis 10, eine volle Einzimmerwohnung bei 12 bis 18, eine Zweizimmerwohnung bei rund 25.
Wer es genauer will, zählt einzeln: Ein Umzugskarton fasst etwa 0,1 Kubikmeter, zwanzig Kartons sind also 2 Kubikmeter. Ein Kleiderschrank mit zwei Türen liegt bei rund 1,5, ein Bett mit Lattenrost und Matratze bei rund 1, ein Zweisitzer-Sofa bei rund 1,5, eine Waschmaschine bei rund 0,3.
Rechnen Sie eher nach oben. Ein zu klein geschätztes Volumen ist der häufigste Grund, warum am Umzugstag plötzlich alles länger dauert als besprochen.
Schritt zwei: aus Volumen werden Stunden
Zwei geübte Kräfte schaffen unter guten Bedingungen etwa 4 bis 6 Kubikmeter in der Stunde, ein- oder ausgeladen. Gute Bedingungen heißt: Fahrzeug direkt vor der Tür, Erdgeschoss oder Aufzug, alles verpackt und stapelbar bereit.
Jede Etage ohne Aufzug verlängert die Ladezeit spürbar, und zwar an beiden Adressen. Ein langer Tragweg wirkt wie zwei zusätzliche Etagen. Wenn Sie am Umzugstag noch packen, kommt die Packzeit oben drauf, und die zahlen Sie zum Helferstundensatz.
Für eine Einzimmerwohnung mit 15 Kubikmetern, zweiter Stock ohne Aufzug an einer Seite und Aufzug an der anderen, kommen Sie realistisch auf fünf bis sechs Stunden inklusive Fahrt. Bei 48 Euro je Stunde sind das 240 bis 288 Euro. Genau deshalb liegt der Festpreis für die ganze Einzimmerwohnung bei 289 Euro: Er ist so gerechnet, dass er den Normalfall abdeckt.
Schritt drei: die richtige Zusammenstellung wählen
Der Stundensatz hängt daran, was Sie buchen. Vier Zusammenstellungen decken fast alle kleinen Umzüge ab.
- Nur Kräfte, ohne Wagen: ab 25 Euro je Stunde und Person. Für alle, die selbst einen Transporter mieten.
- Transporter mit Fahrer, 12 Kubikmeter: ab 44 Euro je Stunde, der Fahrer packt mit an. Passt für WG-Zimmer und Beiladung.
- LKW mit Fahrer, 21 Kubikmeter: ab 46 Euro je Stunde, mit Hebebühne und Rampe. Sinnvoll, wenn Schweres dabei ist.
- LKW mit zwei Umzugshelfern: ab 48 Euro je Stunde. Die gefragteste Zusammenstellung und für eine Einzimmerwohnung meist die richtige.
Schritt vier: Nebenposten addieren
Der Transport ist selten die ganze Rechnung. Diese Posten kommen am häufigsten dazu, und Sie können jeden davon vorher entscheiden.
- Halteverbotszone: ab 59 Euro für eine Adresse, ab 89 Euro für beide, mit Antrag, Aufbau und Abbau. Mindestens vier Werktage Vorlauf einplanen.
- Packmaterial: Kartons ab 0,90 Euro je Stück und Woche geliehen oder 1,80 Euro gekauft, Packpapier 14 Euro, Luftpolsterfolie 19 Euro.
- Möbelmontage: Montagehelfer ab 28 Euro je Stunde, Werkzeug bringen wir mit. Eine Küche ab- und aufzubauen liegt ab 249 Euro, ohne Elektro- und Wasseranschluss.
- Entsorgung: nach Aufwand ab 15 Euro je Stunde, als Entrümpelung ab 39 Euro je Kubikmeter, besenrein übergeben.
- Lager, falls zwischen Auszug und Einzug Tage liegen: 5 Kubikmeter ab 9 Euro am Tag, dazu ab 89 Euro je Fahrt.
Eine Rechnung zum Nachmachen
Nehmen wir eine Einzimmerwohnung mit 30 Quadratmetern, dritter Stock ohne Aufzug, neue Wohnung im Erdgeschoss, rund 15 Kubikmeter, zwanzig Kartons.
Nach Stunden gerechnet: sechs Stunden mit LKW und zwei Umzugshelfern ergeben ab 288 Euro. Dazu Halteverbotszone an der alten Adresse ab 59 Euro, zwanzig Leihkartons für eine Woche 18 Euro. Das ergibt ab 365 Euro. Als Festpreis gerechnet: 289 Euro plus 59 Euro plus 18 Euro ergeben ab 366 Euro.
Die beiden Wege liegen hier nur einen Euro auseinander, und das ist kein Zufall. Der Unterschied liegt im Risiko: Dauert es acht statt sechs Stunden, zahlen Sie nach Stunden ab 384 Euro plus Nebenposten, beim Festpreis weiterhin 289 Euro plus Nebenposten. Geht es schneller als geplant, ist es umgekehrt.
Wo Rechner im Netz danebenliegen
Onlinerechner arbeiten mit Durchschnitten über alle Wohnungsgrößen. Für eine Vierzimmerwohnung stimmt das ungefähr, für ein WG-Zimmer selten, weil die Mindestabnahme und die Anfahrt dort einen viel größeren Anteil ausmachen als bei einem vollen Tag.
Zwei Größen fehlen in fast jedem Rechner, obwohl sie den Preis am stärksten bewegen: die Etage ohne Aufzug und der Tragweg vom Fahrzeug bis zur Haustür. Wenn Sie irgendwo eine Zahl bekommen und nicht gefragt wurden, in welchem Stock Sie wohnen, ist die Zahl geraten.
Deshalb steht bei uns die Stückliste am Anfang und nicht ein Schieberegler. Sie schicken die Angaben über das Formular, wir rechnen mit denselben Sätzen, die auf dieser Seite stehen.