Was im Preis für den Transport enthalten ist
Enthalten ist der Umzug selbst: das Fahrzeug in der passenden Größe, der Fahrer und die vereinbarten Umzugskräfte, das Tragen aus der alten Wohnung, das Beladen, die Fahrt, das Abladen und das Hineintragen in die neue Wohnung. Die Möbel werden für den Transport gesichert, das gehört zur Arbeit und wird nicht extra berechnet.
Enthalten ist außerdem die Absprache vorher: die Angebotsrechnung, Rückfragen zur Stückliste, die Terminabstimmung. Dafür berechnen wir nichts, auch wenn daraus am Ende kein Auftrag wird.
Nicht enthalten ist alles, was über den Transport hinausgeht. Das ist keine Spitzfindigkeit, sondern der Grund, warum der Einstiegspreis niedrig sein kann. Wer alles einpreist, was jemand brauchen könnte, muss bei allen kassieren.
Die fünf Posten, über die am häufigsten gestritten wird
Diese fünf tauchen bei jedem Anbieter auf, nur selten so früh. Lesen Sie sie einmal durch, dann wissen Sie, worauf Sie bei jedem Angebot achten müssen, auch bei fremden.
- Halteverbotszone: ab 59 Euro für eine Adresse, ab 89 Euro für beide. Antrag, Aufbau und Abbau sind darin enthalten. Ohne Zone steht der Wagen oft weit weg, und das kostet mehr Zeit als die Zone kostet.
- Umzugskartons: geliehen 0,90 Euro je Stück und Woche, gekauft 1,80 Euro je Stück. Kleiderboxen 3,50 Euro je Stück und Woche. Leihmaterial wird gebracht und nach dem Umzug wieder abgeholt.
- Möbelmontage: Abbauen und Aufbauen ist eine eigene Leistung, ab 28 Euro je Stunde. Werkzeug bringen wir mit. Eine Küche liegt ab 249 Euro, ohne Elektro- und Wasseranschluss, denn den darf nicht jeder legen.
- Entsorgung: was nicht mitkommt, muss weg. Nach Aufwand ab 15 Euro je Stunde, als Entrümpelung ab 39 Euro je Kubikmeter. Die Deponiegebühr wird durchgereicht, wir schlagen nichts darauf.
- Langer Tragweg: wenn der Wagen nicht in die Nähe der Haustür kommt, wird jeder Karton zum Fußweg. Das ist reine Zeit und deshalb kein fester Betrag, sondern ein Punkt, den Sie vorher nennen sollten.
Warum wir das nicht einfach einpreisen
Man könnte all das in eine große Zahl packen. Dann zahlt aber jemand, der zwölf eigene Kartons vom Vormieter geerbt hat und in der Seitenstraße wohnt, für Material und eine Zone mit, die er nie braucht.
Bei kleinen Umzügen fällt das stärker ins Gewicht als bei großen. 59 Euro sind bei einem Festpreis von 289 Euro für eine Einzimmerwohnung rund ein Fünftel, bei einem Umzug für 1.080 Euro kaum spürbar. Deshalb rechnen wir bei kleinen Aufträgen einzeln ab: Sie sollen nur zahlen, was Sie brauchen.
Der Preis für diese Genauigkeit ist, dass Sie ein paar Entscheidungen treffen müssen. Wir stellen die Fragen dazu, bevor das Angebot rausgeht, damit Sie nicht am Umzugstag entscheiden.
Woran Sie ein unehrliches Angebot erkennen
Nicht jeder niedrige Preis ist ein gutes Angebot. Vier Muster sollten Sie stutzig machen, unabhängig davon, bei wem Sie anfragen.
- Eine Zahl ohne Rückfragen. Wer nicht nach Etage, Aufzug und Tragweg fragt, kann keinen belastbaren Preis nennen.
- Ein Angebot als eine einzige Summe ohne Aufschlüsselung. Wenn Sie nicht sehen, welcher Posten wie viel kostet, können Sie auch nichts streichen.
- Zuschläge, die erst im Kleingedruckten auftauchen: Etagenzuschlag, Anfahrtspauschale, Wochenendzuschlag. Fragen Sie danach ausdrücklich, bevor Sie zusagen.
- Kein Hinweis auf die Mindestabnahme. Fast überall gelten zwei Stunden. Wer das verschweigt, verschweigt womöglich mehr.
Was am Umzugstag passiert, wenn etwas anders ist
Manchmal stimmt die Vorstellung nicht mit der Wirklichkeit überein. Der Keller war im Formular nicht erwähnt, aus zwanzig Kartons sind vierzig geworden, oder vor der Haustür steht ein Baugerüst mit Sperrzone.
Dann sagen wir es, bevor gearbeitet wird, und nennen die Folge in Zeit oder Euro. Sie entscheiden dann, ob der Posten dazukommt, ob etwas wegfällt oder ob Sie einen Teil selbst übernehmen. Was nicht passiert: dass die Uhr weiterläuft und Sie es erst auf der Rechnung erfahren.
Umgekehrt gilt dasselbe. Ist weniger da als angegeben oder geht es schneller, sagen wir das ebenfalls. Bei Stundenabrechnung zahlen Sie dann weniger, beim Festpreis bleibt die vereinbarte Zahl stehen, denn das ist der Sinn eines Festpreises in beide Richtungen.
Die Fragen, die Sie jedem Anbieter stellen sollten
Sie müssen sich nicht auskennen, um ein Angebot zu prüfen. Es genügen fünf Fragen, und die Antworten sollten ohne Zögern kommen.
Erstens: Ist der Preis fest oder eine Schätzung? Zweitens: Welche Posten sind nicht enthalten? Drittens: Gilt eine Mindestabnahme, und wie viele Stunden? Viertens: Gibt es Zuschläge für Etage, Anfahrt, Abend oder Samstag? Fünftens: Bekomme ich das alles schriftlich, bevor ich zusage?
Unsere Antworten darauf stehen auf dieser Seite. Zu Punkt vier: Abends und samstags gilt derselbe Stundensatz wie am Dienstagvormittag, ein Zuschlag für Tageszeit oder Wochentag fällt nicht an. Das Büro ist Montag bis Freitag von 09:00 bis 18:00 Uhr erreichbar, das Formular nimmt Anfragen rund um die Uhr entgegen.