Warum es bei einer kleinen Wohnung ohne geht
Eine Besichtigung dient genau einem Zweck: herauszufinden, wie viel Ladung anfällt und wie schwer sie aus dem Haus kommt. Bei einer großen Wohnung mit gewachsenem Hausrat ist das tatsächlich schwer zu schätzen, weil Keller, Dachboden und Einbauten dazukommen.
Bei einer Zimmerwohnung oder einem WG-Zimmer ist der Aufwand dagegen vorhersehbar. Die Bandbreite dessen, was in so einer Wohnung stehen kann, ist überschaubar, und die zweite Unbekannte, der Weg vom Zimmer bis ins Fahrzeug, lässt sich in zwei Sätzen beschreiben: Etage und Aufzug ja oder nein.
Deshalb rechnen wir bei kleinen Umzügen nach Zimmerzahl und Stückliste statt nach Augenschein. Das spart Ihnen einen Termin, an dem Sie Urlaub nehmen oder jemanden in die Wohnung lassen müssten, und uns eine Anfahrt, die im Preis steckt.
Was wir stattdessen von Ihnen brauchen
Je genauer diese Angaben sind, desto belastbarer ist der Festpreis. Sie brauchen dafür nichts auszumessen, geschätzte Angaben reichen, solange sie ehrlich sind.
- Zimmerzahl und ungefähre Fläche der alten Wohnung
- Etage an der alten und an der neuen Adresse, Erdgeschoss zählt mit
- Aufzug ja oder nein, an beiden Adressen getrennt
- Zwei Fotos, eines vom vollsten Raum und eines vom Keller oder Abstellbereich
- Besondere Stücke: Klavier, Aquarium, Kühlschrank, Massivholzschrank, Tresor, Werkbank
- Ob eine Küche mitkommt und ob sie ab- und aufgebaut werden soll
- Wunschtermin und ob er fest ist oder verschiebbar
- Ob die Straße Halteverbotszonen braucht, und wie weit die Haustür vom Bordstein weg ist
Die zwei Fotos, und was sie zeigen sollen
Fotos ersetzen den Besichtigungstermin, wenn sie den Raum zeigen und nicht ein Detail. Bitte kein aufgeräumtes Werbefoto, sondern der Zustand von heute.
- Stellen Sie sich in die Zimmertür und fotografieren Sie den ganzen Raum, quer statt hochkant
- Zweites Foto vom Raum mit den meisten Sachen, meist Schlafzimmer oder Abstellkammer
- Keller, Dachboden oder Balkon dazu, wenn dort etwas mitkommt. Genau das wird beim Schätzen am häufigsten vergessen
- Bei einem sperrigen Stück ein eigenes Foto und die Maße in Zentimetern dazu
- Alles zusammen ans Formular hängen oder an die E-Mail. Handyfotos genügen
Wann eine Besichtigung doch sinnvoll ist
Ohne Besichtigung ist kein Selbstzweck. Es gibt Fälle, in denen der Blick vor Ort beiden Seiten Ärger erspart, und dann schlagen wir ihn von uns aus vor, statt ein Angebot abzugeben, das nicht hält.
- Deutlich mehr Hausrat als in eine Zimmerwohnung passt, etwa drei Zimmer mit vollem Keller
- Ein Flügel oder ein Klavier, weil Gewicht, Treppenhaus und Kurven vorher geprüft gehören
- Eine Kellerwohnung oder ein Souterrain, das über Jahre vollgestellt wurde
- Wenn sich die Menge selbst nicht einschätzen lässt und die Fotos das nicht klären
- Enge Altbautreppenhäuser, Wendeltreppen oder ein Innenhof, in den kein Fahrzeug passt
- Wenn ein Möbellift nötig sein könnte, ab 179 € für den halben Tag mit Bedienung
Was passiert, wenn vor Ort mehr steht als beschrieben
Das kommt vor, meist wegen des vergessenen Kellers. Wir gehen damit so um, dass es niemanden am Umzugstag überrascht: Wir sagen es vor dem Beladen, nicht beim Ausladen, und die Mehrarbeit läuft nach dem Stundensatz, den Sie schon aus dem Angebot kennen.
Umgekehrt gilt dasselbe. Wenn deutlich weniger da ist als angenommen, weil Sie zwischendurch ausgemistet haben, ist die Sache früher fertig, und bei Abrechnung nach Stunde zahlen Sie auch weniger.
Der Festpreis bleibt Festpreis, solange die Beschreibung stimmt. Deshalb lohnt sich beim Ausfüllen der Anfrage die halbe Minute mehr Genauigkeit.